What's next?

22.05.12, 19:30
ICST Musikgespräch: Thomas Kessler

Gesprächskonzert mit Thomas Kessler


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14.07.12, 00:00
46th International Summer Course for New Music Darmstadt

Workshops of the ICST


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Show archive

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News / Events 

ICST Musikgespräch: Bruno Spoerri

Dienstag, 9. Dezember 2008, 19:00
Computermusikstudio (2. Etage), Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Ein sehr persönlicher Bericht über Erfahrungen eines jazzorientierten Improvisators mit alten und neuen elektronischen Musikmaschinen, eine Zeitreise über 40 Jahre, von den Ondes Martenot zu MAX-MSP, und dazu einige Gedanken zu Live-Performance und Improvisation in der elektronischen Musik.

Bruno Spoerri (*1935), spielte als Jazzmusiker in vielen lokalen Formationen vom Duo bis zur Bigband, Kompositionen für diverse Gruppen und die Radio-Bigband. Studien in Psychologie, ab 1964 als Tonmeister und Komponist von Filmmusik tätig. 1965 erste Werke mit Elektronik. Komponiert Musik für Kinofilme, Kurzfilme, Dokumentationen und über 500 Werbespots. 1982 Mitbegründer der Schweizerischen Gesellschaft für Computermusik, 1985-2000 Co-Leiter des Schweizerischen Zentrums für Computermusik. Zahlreiche Werke für improvisierende Musiker mit interaktiver Elektronik, besonders für das "Very Nervous System" (David Rokeby), sowie interaktive Installationen für Ausstellungen. Tourneen in Europa (z.B. mit Joel Chadabe, Joel Vandroogenbroeck), den USA, Kanada, Indien und Afrika. Tritt als Saxophonist mit "Triple Sax" und im Duo mit den Pianisten Willy Bischof oder Roger Girod auf, Soloauftritte mit Saxophon, Synthophon und anderen elektronischen Instrumenten.

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generator#14

Freitag, 12. Dezember 2008, 21:00
mehrspur music club, Waldmannstrasse 12, 8001 Zürich

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ICST Musikgespräch: Pierre Boulez – Einführung ins Werk.

Mit Lucas Bennett
Achtung! Neues Datum:
Dienstag, 2. Dezember 2008, 19:00
Computermusikstudio (2. Etage), Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Pierre Boulez‘ Präsenz im heutigen Musikleben lässt zuweilen übersehen, dass dessen kompositorisches Oeuvre, eines der bedeutendsten Zeugnisse der Musik nach 1945, im aktuellen Konzertleben vergleichsweise wenig präsent ist und dass tiefgreifende Analysen und Interpretationen zahlreicher Werke bis heute ausstehen. Schwierig gestaltet sich der Zugang zu diesem äusserst vielgestaltigen Werk zumal auch in einer Zeit, in welcher die Programmatik einer Avant-Garde, die ihre Wurzeln in der „Stunde Null“ nach 1945 hatte, nicht ohne weiteres mehr verständlich scheint. Anhand ausgewählter Werke soll ein Überblick über kompositorische Stationen sowie über konstante und sich wandelnde Positionen im Werk Boulez‘ geboten werden. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an „Nicht-Kenner“.

Lucas Bennett (*1975) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Linguistik an der Universität Basel und Musiktheorie an der Musikhochschule Basel. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Computer Music and Sound Technology der ZHdK.

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Günther Rabl (A)

Musikgespräch: 20:00
Konzert: 21:00
Donnerstag, 6. November 2008
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Den österreichischen Komponisten Günther Rabl kennt man hierzulande noch viel zu wenig; das ICST präsentiert im Konzert und im Gespräch eine Auswahl von Werken Rabls in Anwesenheit des Komponisten.

Günther Rabl ist 1953 in Linz geboren und studierte daselbst an der Höheren Technischen Lehranstalt Elektrotechnik. Er besuchte den Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik an der Musikuniversität Wien und bildete sich autodidaktisch auf dem Kontrabass aus. In den Siebzigerjahren war Rabl als Kontrabassist in verschiedenen Formationen der Jazz- und Improvisationsszene aktiv, er gründete 1976 sein eigenes Experimentalstudio und schuf erste elektroakustische Kompositionen fürs Tonband. Ab 1980 beschäftigte sich Rabl ausschliesslich mit elektroakustischer Musik in Theorie und Praxis und begann, eigene Programme zur Klangbearbeitung zu programmieren. Von 1988 bis 1996 betreute er das Festival ABSOLUTE MUSIK für Tonbandkomposition und Computermusik, 1989 bis 2007 hielt er Vorlesungen über Theorie der elektroakustischen Musik an der Musikuniverstität in Wien. Rabl erhielt 1991 einen Kompositionsauftrag für den österreichischen Pavillon der EXPO '92 in Sevilla, 2000 gründete er sein Musiklabel "canto crudo". Seit 1992 widmet er sich dem Aufbau einer eignen mobilen Ausrüstung für die Aufführung von elektroakustischer Musik (mit Konzerten im Konzerthaus Wien, im Technischen Museum Wien und an der Ars Electronica in Linz)

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generator#13 – synchronisms

Freitag, 24. Oktober 2008, 21:00
mehrspur music club, Waldmannstrasse 12, 8001 Zürich

Mario Davidovsky, Synchronisms No. 6 für Klavier und Tonband (1970)
Karlheinz Essl: Sequitur VIII for electric guitar and live-electronics (2008)
Isabel Soveral: Anamorphoses III für Violine und Tonband (1995)
Mario Davidovsky, Synchronisms No. 10 für Gitarre und Tonband (1992)
Thomas Kessler: Piano Control für Klavier und EMS-Synthesizer (1970)
Mario Davidovsky, Synchronisms No. 9 für Violine und Tonband (1988)

Chouchane Siranossian, Violine
Mats Scheidegger, Gitarre und Elektronik
Philipp Meier, Klavier und Elektronik

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Zbigniew Karkowski

generative music – Konzert
Freitag, 3. Oktober 2008, 21:00
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Im Oktober ist der polnische Komponist und Musiker Zbigniew Karkowski für einen Arbeitsaufenthalt im Computermusik-Studio des ICST. Aus diesem Anlass findet ein Konzertabend im Kunstraum Walcheturm statt, wo Karkowski generative Live-Computermusik vorführt.

Zbigniew Karkowski ist 1958 in Krakau, Polen geboren. Er studierte Komposition an der staatlichen Musikhochschule in Göteborg, Schweden, Ästhetik der Neuen Musik an der musikwissenschaftlichen Abteilung der Universität von Göteborg, sowie Computermusik an der Technischen Universität Chalmers. Karkowski besuchte viele Meisterkurse in Avignon und Aix-en-Provence, unter anderem bei Iannis Xenakis, Olivier Messiaen, Pierre Boulez und Georges Aperghis. Er arbeitet als Komponist an akustischer und elektroakustischer Musik und hat Stücke für Orchester, Oper und Kammermusik für verschiedene Ensembles in Schweden, Polen und Deutschland geschrieben. Karkowski lebt seit einigen Jahren in Tokyo und ist in der dortigen Noise-Music Szene aktiv.

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Thomas Peter: omit_#1

Eine ambisonische Komposition (2008)

Montag, 21. 7. 2008, 20:00
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Das Stück omit_#1 hat Thomas Peter im Juni/Juli 08 als Gastkomponist des ICST realisiert. omit_#1 entstand aus der einmaligen Situation, eine Komposition am Aufführungsort realisieren zu können, dem Kunstraum Walcheturm in Zürich.

Thomas Peters Augenmerk gilt der musikalischen Abbildung virtueller Klangskulpturen: Wie können sie im Raum dargestellt werden, wie lassen sie sich mit der zeitlichen Dimension verbinden.

Als akustische Grundlage und Klangmaterial dienen zum einen im Studio aufgenommene Geräusche, und zum anderen programmierte Computerklänge. Die daraus entstehenden Klangfelder und Klangobjekte stellen das Spannungsfeld dar, aus dem sich verschiedene Klangskulpturen ergeben.

Thomas Peter (*1971) ist Musiker und Komponist. Seine Tätigkeit umfasst Bereiche wie Komposition elektroakustischer Musik, Theatermusik, Klanginstallationen, Performances und die Realisation und Interpretation von Live-Elektronik. Er lebt und arbeitet in Zürich.

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Die Wunschmaschinen

Ein ambisonisches Hörspiel von Marcus Maeder
nach Anti-Ödipus, Kapitalismus und Schizophrenie I von Gilles Deleuze und Félix Guattari

Mittwoch, 23. 7. 2008, 19:00 und 20:30
"Die 68er" – 40 Jahre 1968
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstrasse 6 Hhs, 60318 Frankfurt

Die Wunschmaschinen sind in uns. Für den Philosophen Gilles Deleuze und den Psychiater Félix Guattari verkörperten sie nach 1968 das Unterbewusste in einer von der Technologie fundamental geprägten Welt. Unsere produktiven, Wirklichkeit produzierenden Wünsche sind Wunschmaschinen, sie sind unser Begehren in der Interaktion mit der Welt. Einer, der loszieht, um seine Wunschmaschinen zu befreien, ist der Schizo. Wir schweifen mit ihm durch die Psychogeographie einer Stadt, wo er auf andere, weitere trifft, die sich selber Revolution geworden sind in ihrer gesellschaftlichen und schöpferischen Ab- und Entgrenzung: Exzentriker, Schizophrene, Künstler und Schriftsteller.

Im Hörspiel gelangt die Ambisonics-Technologie zum Einsatz, eine spezielle Surround-Technik, welche dreidimensionale Klangräume simulieren kann.

Regie und Musik: Marcus Maeder. Eine Produktion des Institute for Computer Music and Sound Technology, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik.

Mehr Informationen

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ICST Musikgespräch: Klarenz Barlow und Gerald Bennett

Dienstag, 10. 6. 2008, 19:00
Computermusikstudio (2. Etage), Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

. . . wie die Zeit verging . . .

Klarenz Barlow im Gespräch mit Gerald Bennett

Barlow und Bennett sind beide seit den frühen 60er Jahre als Komponisten aktiv. Abgesehen von ihrer gemeinsamen englischen Muttersprache und einer langjährigen nicht zuletzt auf Wortspielen basierenden Freundschaft, verbindet sie ein komplementärer geografischer Drang. Nachdem Bennett 1964 von den USA in den Osten nach Europa kam (wo ihn die Wanderlust alsbald verliess), kam Barlow 1968 von Kalkutta in den Westen nach Köln, um dann 2006 weiter westlich nach Kalifornien zu gehen.

Ausgehend von Werken von Barlow werden die beiden Freunde wichtige (und weniger wichtige) Entwicklungen in der zeitgenössischen Musik der letzten 45 Jahre diskutieren und aus ihrer je eigenen Optik bewerten, deuten, bagatellisieren und hoch (und tief) stilisieren.

Klarenz Barlow wurde 1945 geboren. 1962-65 Studium der Naturwissenschaften an der Universität Kalkutta. 1968-73 Kompositionsstudium an der Kölner Musikhochschule bei B. A. Zimmermann, K. Stockhausen u.a. Seit 1971 Komposition mit Computern. Seitdem mehrfach Gastkomponist in Computermusikstudios in Europa und Nordamerika. 1982-94 Dozent für Computermusik bei den Darmstädter Ferienkursen, 1984-2006 Dozent für Computermusik an der Musikhochschule Köln. 1986 Initiator und Mitgründer, danach bis 1993, dann wieder 1996-2002 erster Vorsitzender von GIMIK: Initiative Musik und Informatik Köln. 1988 Musikdirektor der XIV. Internationale Computermusik-Konferenz in Köln. 1990-91 Gastprofessor für Komposition und Hörspiel an der Folkwang-Hochschule Essen. 1990-94 Künstlerischer Leiter des Instituts für Sonologie am Königlichen Konservatorium Den Haag, 1994-2006 Professor für Komposition und Sonologie ebenda. Seit 1994 ständiges Mitglied der Académie Internationale de Musique Electroacoustique in Bourges. 2005-06 Gastprofessor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Porto. Seit 2006 Corwin Professor und Leiter des Bereichs Komposition an der Musikabteilung der Universität Kalifornien Santa Barbara.

Gerald Bennett wurde 1942 in Englewood, New Jersey (USA) geboren. Studien in Musikwissenschaft und Komposition an der Harvard University; 1964 Kompositionsstudien bei Klaus Huber. 1967 bis 1976 Dozent für Komposition und Musiktheorie am Konservatorium Basel, ab 1969 auch Direktor dieses Instituts. 1976 Abteilungsleiter am Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM), Forschung zur Analyse und Synthese der Singstimme, Entwicklung der Computersynthese-Sprache CHANT (mit Xavier Rodet). 1981-2007 Dozent für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Zürich; Mitbegründer verschiedener Institutionen; so der Confédération Internationale de Musique Electroacoustique (1983), des Schweizerischen Zentrums für Computermusik (1985), der Académie Internationale de Musique Electroacoustique (1993). 2005 Gründung des Institute for Computer Music and Sound Technology der Hochschule Musik und Theater Zürich gegründet, Institutsleiter bis 2007. In Bennetts Oeuvre spielt die elektroakustische Musik ab 1976 eine zentrale Rolle. Den elektroakustischen sowie den instrumental-vokalen Werken gemeinsam ist die Beschäftigung mit der Sprache und der menschlichen Stimme.

Gerald Bennett

Klarenz Barlow

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Präsentation/Demo: Bent Leather Band

Dienstag, 3. 6. 2008, 19:00
Blauer Saal, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Das australische Duett Bent Leather Band ist für seine innovative Arbeit mit erweiterten Instrumenten seit etwa zehn Jahren international bekannt. Die Band hat neue Instrumente entwickelt: mehrere aus gebogenem hartem Leder (Serpentine Bassoon, Contra-monster, Light Harp), einige aus einer traditionellen Grundlage (Gluisax, augmented Trumpet). Sie tritt mit improvisierter Musik, eigenen Kompositionen und Transkriptionen auf, gibt Workshops über Performance mit elektronischen Instrumenten und wird regelmässig zu spezialisierten Konferenzen eingeladen.

Die Fagottistin Joanne Cannon fing ihre musikalische Karriere als Orchestermusikerin an, fühlte sich aber bald eingeschränkt und widmete sich experimenteller Musik und Komposition. Sie spielt verschiedene Doppelrohrblattinstrumente, u.a. das elektronisch erweiterte Serpentine Bassoon.

Stuart Favilla hat sich auf Synthesizer/Computermusik Komposition und Performance spezialisiert. Er arbeitet als Gastdozent für Computermusik in verschiedenen Universitäten Australiens. Bei der Bent Leather Band hat er die Entwicklung von der Light Harp geführt und spielt seitdem damit.

Zwischen ihrem Konzert am ESB Festival 2008 in Basel und die NIME Konferenz in Genua wird die Bent Leather Band über ihre Instrumente und künstlerische Aktivitäten berichten, und einen kurzen Demo-Auftritt geben.

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Improvisation in audiovisueller Kunst

Ein Beitrag des ICST zum Videoex Festival 2008
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Freitag, 23. Mai 2008
21.00 Uhr
AVVA
Billy Roisz (A) – video mixing board
Toshimaru Nakamura (J) – no-input mixing board
22.30 Uhr
Laser Performance
Robin Fox (AUS): Computer + Videoprojektion

Sonntag, 1. Juni 2008
19:00 Uhr
ICST Musikgespräch: METAMKINE: Cinéma pour l’oreille
Jérôme Noetinger im Gespräch mit Marcus Maeder (englisch)

21.00 Uhr
Light Trap
Greg Pope (GB) – Live Film
Norbert Möslang (CH) – geknackte Alltagselektronik, turntables

22.30
La Cellule d’Intervention METAMKINE
Christophe Auger (F) – Film
Xavier Quérel (F) – Film
Jérôme Noetinger (F) – Sound

An diesen zwei Abenden werden im Rahmen des Videoex Festivals 2008 vier audiovisuelle Werke aufgeführt, deren gemeinsames Prinzip die improvisierte Echtzeitbearbeitung von Ton und Bild ist.

AVVA steht für „Audio Video / Video Audio“ - und verweist damit gleich auf die Arbeitsmethode der Videokünstlerin Billy Roisz aus Wien und ihres Performance- Partners, den elektroakustischen Musiker Toshimaru Nakamura aus Tokio. Roisz benutzt Nakamuras elektronische Rückkopplungen, die von diesem in einem Tonmischpult ohne jedes Eingangssignal generiert werden, als Basis für ihre Videos, welche ihrerseits durch die ästhetische Reduktion auf den analogen Bildaufbau einer alten Kathodenstrahlröhre faszinieren. In einer Art zirkularer Kommunikation reagiert dann wiederum der Musiker Nakamura auf diese visuellen Ereignisse am Bildschirm der Videokünstlerin Roisz.

Die Arbeit von Roisz und Nakamura ist darüber hinaus auch eine sehr persönliche, in welcher nicht nur Feedback-Prozesse zu sehen und zu hören sind, sondern die auch in exemplarischer Weise zum Ausdruck bringt, was (zwischenmenschliche) Annäherung und schliesslich Vereinigung in Lichtwerte übersetzt bedeuten könnte.

Das Interesse des in Melbourne lebenden Robin Fox gilt in erster Linie interaktiven und Multichannel-Systemen, sowie der Dynamik zwischen Performer, Raum und Computer. Mit einem audiogesteuerten Lasersystem demonstriert er in seiner Performance dreidimensionale Klang-Geometrien.

Den zweiten Abend am 1. Juni eröffnet ein ICST-Musikgespräch zum Thema "Cinéma pour l'oreille". Marcus Maeder (ICST Public Interfaces, Label Domizil) unterhält sich mit dem Gründer des französischen Filmkollektivs "Metamkine" Jérôme Noetinger über die CD-Serie "Cinéma pour l’oreille" des Labels "Metamkine" und dessen wichtigen Beitrag zur Verbreitung elektroakustischer Musik.

Den Performance-Abend eröffnet die Vorführung ‚Light Trap’ des in Norwegen lebenden englischen Filmemachers Greg Pope. Mithilfe von vier präparierten 16mm-Projektoren und Direktmanipulationen am Film wird ohne Leinwand direkt in den Raum projiziert; der ‚Bildträger’ wird von einer Nebelmaschine generiert. Kongenialer Partner von Greg Pope ist der Schweizer Norbert Möslang, international bekannt durch seine „geknackte Alltagselektronik“. Mit seinem vielseitigen Schaffen durchbricht Möslang alle Konventionen überlieferter Kunstgattungen.

La Cellule d’Intervention METAMKINE verfolgt seit 1988 konsequent eine einzigartige Verbindung von experimentellem Kino und experimenteller Musik.
Der Auftritt von Metamkine bietet eine Mixtur aus elektroakustischen An- und Eingriffen und live erarbeitetem Film. Mittels Prismen und Zerrspiegeln sich überlappender Projektionen entsteht Super-8 und 16 mm-Film live vor den Augen des Publikums, von den Ohren ganz zu schweigen.
Metamkine feiern dieses Jahr ihr 20jähriges Bestehen – obschon ihr Instrumentarium anachronistisch anmuten mag: Metamkine sind Avantgardisten, die an Brisanz und Aktualität bis heute nichts eingebüsst haben. (Jolanda Gsponer)

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Adagio aus dem String-Quartett Nr. 12 von Ludwig van Beethoven

Samstag, 24. und Sonntag, 25. Mai, 2008, 18:00
Schauspielhaus Zürich

Eine choreographische, akkustische und visuelle Exploration des Adagios aus dem String-Quartett Nr. 12 von Ludwig van Beethoven. Die Aufführung wird realisiert als Zusammenarbeit zwischen der Tanz Akademie Zürich und dem Institut für Computermusik und Soundtechnologie, Zürich.

Choreographie und künstlerische Leitung: Pablo Ventura
TänzerInnen: Jemima Dean, Annabel Fawcett, David Gevorgyan, Aram Hasler, Nikita Korotkov, Gozde Ozgur, Wanda Petri, Talissa Weder
Komposition: Andres Bosshard
Live Akustik & Video: Daniel Bisig, John Flury, Martin Neukom (Interactive Swarm Orchestra)

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ICST Musikgespräch: Musik und Wirklichkeit

Germán Toro-Pérez
Gast: Peter Ablinger
Dienstag, 6. 5. 2008, 19:00
Computermusikstudio (2.Stock), Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Das Verhältnis zwischen Kunst und Wirklichkeit ist in vielen Formen künstlerischer Praxis, so etwa in der Literatur und im Theater, ein naheliegenderes Thema als in der Musik; ihre Flüchtigkeit und Abstraktheit lässt solche Bezüge schwieriger ausmachen. Sowohl bei Peter Ablinger als auch bei Germán Toro-Pérez gibt es aber Momente, wo direkte Bezüge zu "Wirklichkeit" vorhanden sind. Das Gespräch soll die unterschiedlichen Zugänge zu dieser Thematik näher beleuchten. Weitere, verwandte Themen sind der Umgang mit realistischem, anekdotischen Material wie Klanglandschaft, Tondokumente, Sprache, sowie Bildlichkeit und Räumlichkeit.

Germán Toro-Pérez wurde 1964 in Bogotá geboren. Kompositionsstudium in Bogotá bei Luis Torres Zuleta und in Wien bei Erich Urbanner und Karl Heinz Füssl. Danach ergänzende Studien in Dirigieren bei Karl Österreicher und Peter Eötvos sowie in Elektroakustik an der Musikuniversität in Wien und am IRCAM in Paris. Von 2002 bis 2006 Leiter des Lehrgangs für Computermusik und elektronische Medien, 2006/07 Gastprofessor für Elektroakustische Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Ab Herbst 2007 Leiter des ICST an der Zürcher Hochschule der Künste. Mitbegründer des NewTonEnsembles. Seine bisherige Arbeit umfasst über 40 Werke, darunter Kompositionen für Orchester, Instrumentalensemble, Kammermusik mit und ohne Elektronik, elektroakustische Musik sowie Arbeiten in Zusammenhang mit grafischem Design, Video und bildender Kunst.

Peter Ablinger, geboren am 15. März 1959 in Schwanenstadt/Österreich. 1977-79 Studien in Jazz-Klavier an der Musikhochschule Graz. Ab 1979 Kompositionsunterricht bei Gösta Neuwirth in Graz, parallel dazu bis 1982 auch bei Roman Haubenstock-Ramati in Wien. Seit 1982 lebt Ablinger in Berlin, wo er bis 1990 an der Musikschule Kreuzberg unterrichtete und seitdem als freischaffender Komponist tätig ist. 1988 gründete er das Ensemble Zwischentöne, im Wintersemester 1992/1993 Gastprofessur an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit initiierte und leitete er zahlreiche Festivals. Sein Werk umfasst Instrumental- und Vokalwerke, wie auch elektroakustische Kompositionen und Installationen. Peter Ablinger schafft musikalische Situationen, in denen die Wahrnehmungsfähigkeit des Hörers oft stark unter- oder überfordert wird, um ihn dazu anzuregen, seine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung von Wirklichkeit zu schärfen.

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generator#12: helldunkel

Freitag, 9. Mai 2008, 21:00 Uhr
Mehrspur Music Club, Waldmannstrasse 12, 8001 Zürich

Luigi Archetti, Gitarre und Elektronik
Inemuri für Gitarre, Elektronik und Video (2005 - 2008, UA)

Michèle Ettlin
Sensorchester, Stück für Fotozellen (2007)
Grünband 1-7; Synthese (2008, UA)

Michèle Ettlin
Boxenstopp, Experimentalfilm (2007)

Christoph Stähli und Mathias Aeschlimann
Game Of Sound (2008, UA)

Marc Widmer und Jonas Ohrstrom
Legoloop (2006)

Im generator#12 wird die Verbindung Musik und Video erneut ins Zentrum gerückt. Das bewegte Bild steht dabei nicht als ein illustrativ der Musik untergeordnetes Hintergrundrauschen im Raum, sondern transformiert sich mit dem Klang ohne synästhetisch ineinander aufzugehen – Bild und Ton verharren in ihrer Unabhängigkeit und bleiben doch niemals voneinander unberührt.

„Anwesend sein und gleichzeitig schlafen“ – Inemuri ist die Kunst überall und jederzeit ein kleines Nickerchen zu machen. Stehend im Gedränge der U-Bahn, an der Bar oder während Besprechungen wird in Japan kurz und erfrischend geschlafen. Der Schweizer Musiker Luigi Archetti beschreibt in seinem Werk „Inemuri“ für Gitarre, Elektronik und Video den Zustand zwischen Traum, Wirklichkeit und Öffentlichkeit.

Hell/dunkel-Kontraste werden im Werk „Sensorchester“ von Michèle Ettlin durch das Instrumentarium von drei Fotozellen in Klang übersetzt zum klingenden Ereignis. In ihrem Experimentalfilm „Boxenstopp“, welcher im Stopmotion-Verfahren erstellt wurde, arbeitet sie mit der filmischen Raumillusion: Je nach Lichteinfall wechselt eine weisse Schachtel vom drei- in den zweidimensionalen Raum, von der gegenständlichen Wahrnehmung zur abstakten Schwarzweisszeichnung und erscheint wie die reale Umsetzung einer Computeranimation.

Aus dem Studiengang Vertiefung Mediale Künste der ZHdK werden die Arbeiten „Game Of Sound“ und „Legoloop“ von vier Studienabgängern zu sehen und zu hören sein. „Game Of Sound“ generiert algorithmische Musik durch zelluläre Automaten. Musik und Visualisierung werden dabei durch ein dynamisches System erzeugt und die Zellen immer wieder zu neuem generativem Verhalten angeregt. „Legoloop“ ist ein experimentelles, visuelles Interface; Lego-Steine, die auf Plattenspieler gelegt und von Kameras aufgenommen werden, prozessieren direkt Sound-Samples und werden in einer an Tetris erinnernden Ästhetik visualisiert.

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Segmente: Ilios (GR) & Jasch (CH)

Freitag, 11. 4. 2008, 21:00
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

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Chris Watson und Mike Harding (Touch Music, UK)

9. 4. 2008
ICSTalk, 19:00: Chris Watson und Mike Harding (Touch Music)
Konzert, 20:30: Chris Watson
Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
Eine Veranstaltung des ICST und des Cabaret Voltaire

Am 9. April besucht uns der englische Tonjäger Chris Watson, der mit seinen faszinierenden Naturaufnahmen nicht nur in der Gilde der Tontechniker, sondern auch in der experimentellen, elektronischen Musik grosses Interesse hervorgerufen hat - nicht zuletzt darum, weil er seine in den Wildnissen dieser Welt aufgezeichneten, gesammelten akustischen Schätze zu einer Art zeitgenössischen Musique Concrète montiert, welche in Struktur und Klang Qualitäten elektroakustischer Musikkomposition aufweist.

Watson zeigt ganz im Sinn des vom kanadischen Künstler Ron Murray Schafer definierten Begriffs der Soundscape - der Klanglandschaft - die klingende Welt, ganze Klangtopographien: Wir hören so erstaunliche Dinge wie das Knacken eines Gletschers auf Island oder die gutturalen Laute von Massai-Hirten in einem Geräuschdrama mit Löwen in der afrikanischen Steppe.

Chris Watson gründete 1971 mit Stephen Mallinder und Richard H. Kirk die experimentelle Musikgruppe "Cabaret Voltaire". Mit der Arbeit "Stepping into the Dark" erhielt Watson im Jahr 2000 den Prix Ars Electronica in Linz; 2006 erhielt er den Ehrendoktortitel von der University of the West of England.

Chris Watson kommt in Begleitung von Mike Harding nach Zürich, seines Zeichens Labelmitbetreiber von Touch Music, des Londoner Verlags für ausgesuchte Werke der elektronischen Klangkunst. Das Musiklabel wurde 1981 von ihm und dem Grafiker Jon Wozencroft gegründet, die Veröffentlichungen bei Touch bestechen von der Auswahl der Künstler bis zur Gestaltung der Tonträger - diese sind mittlerweile begehrte Sammlerstücke.

Im ICSTalk um 19:00 im Cabaret Voltaire gibt Chris Watson einen Einblick in seine Arbeit und aktuellen Projekte; Mike Harding stellt das Musiklabel Touch vor.

Das Konzert von Chris Watson beginnt um 20:30 Uhr

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Cabaret Voltaire und des Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik.

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Komponistenforum:

Werke von Germán Toro-Pérez, Leiter ICST

Montag, 17. 3. 2008, 17:30/19:30
Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich
17:30, Blauer Saal: Komponistenforum
19:30, Grosser Saal: Portrait Germán Toro-Pérez

Germán Toro-Pérez ist 1964 in Bogotá geboren. Kompositionsstudium in Bogotá bei Luis Torres Zuleta, in Wien bei Erich Urbanner und Karl Heinz Füssl. Danach ergänzende Studien in Dirigieren bei Karl Österreicher und Peter Eötvos sowie in Elektroakustik an der Musikuniversität in Wien und am IRCAM in Paris. Seine bisherige Arbeit besteht aus über 40 Werken, darunter Kompositionen für Orchester, Instrumentalensemble, Kammermusik mit und ohne Elektronik, elektroakustische Musik sowie Arbeiten in Zusammenhang mit grafischem Design, Video und bildender Kunst. Zahlreiche Arbeitsstipendien und Preise. Mitbegründer des NewTonEnsembles. Von 2002 bis 2006 Leiter des Lehrgangs für Computermusik und elektronische Medien, 2006/07 Gastprofessor für Elektroakustische Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Seit Herbst 2007 Leiter des ICST an der Zürcher Hochschule der Künste.

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Martin Neukom: Studien 1993-2007

Ein Konzert der IGNM Zürich
Dienstag, 11. März 2008, 20:00
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

"Neben dem menschlichen Ausdruck interessieren mich in der Musik auch abstraktere Elemente wie geometrische Figuren und Strukturen, architektonische Formen oder algorithmische Verläufe. Diese kann ich am besten mit dem Computer berechnen, zum Klingen bringen und nachprüfen, ob und wie sie wahrgenommen werden. Mit Ausnahme der Studien 8.x, die alle rein intuitiv entstanden sind und in denen natürliche Klänge verarbeitet sind, kommen vor allem Modelle aus Mathematik, Kybernetik, Systemtheorie und 'Artificial Life' zur Anwendung." (Martin Neukom)

Fast das gesamte kompositorische Werk von Martin Neukom besteht aus sogenannten Studien, deren Entstehung sich über einen Zeitraum von fast 20 Jahren erstreckt.

Die Studien bewegen sich auf einer Grenzlinie zwischen Komposition und einer Art Klang- und Strukturforschung, deren Resultate aber eine ganz direkte musikalische Wirkung erzielen.

Alle neuen Stücke (Studien 18.x) beziehen den Raum als zentrales Moment mit ein und bedienen sich dabei der Ambisonic-Technik, an deren Entwicklung Martin Neukom und Peter Färber massgeblich beteiligt waren und sind, und die eine bisher nicht dagewesene Präzision in der Raumverteilung der Klänge ermöglicht. (Felix Profos)

Dieses Konzert ist eine Zusammenarbeit der IGNM Zürich und des ICST.

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generator#11: eRikm_solo turntables

Freitag, 25. Januar 2008, 21:00 Uhr
Mehrspur Music Club, Waldmannstrasse 12, 8001 Zürich

Der in Marseille lebende Musiker eRikm (*1970) gilt als einer der international etabliertesten Turntablisten und Performer analoger und digitaler Klangquellen, der neben diversen Soloprojekten auch mit zahlreichen anderen Elektronik-Künstlern wie Luc Ferrari, Christian Marclay, Jérôme Noetinger oder dem Duo Voice Crack arbeitete. Das von eRikm in unterschiedlichen Kombinationen verwendete Equipment besteht aus Hi-Fi-, aber auch Low-Fi-Geräten, also aus Plattenspielern, Mini-Discs, CD-Playern usw. Im Sinne der Musique Concrète Instrumentale arbeitet er mit den Eigen-Klängen der Geräte und der Tonträger. So macht er zum Beispiel Geräusche der Abspielnadel eines Plattenspielers hörbar, klebt zerbrochene Tonträger neu zusammen, schleift die Oberfläche des Vinyls glatt, damit diese nur noch Spuren der einstigen Rille aufweist oder dezentriert eine Schallplatte. Im Vordergrund steht die Nutzung von bereits bespielten Tonträgern und nicht die Formung neuen Materials. eRikm geht es nicht primär um konzeptionelles Entwerfen von musikalischer Struktur, sondern um Hören, Reagieren und Zusammenführen von heterogenen Musik-, Klang- und Geräuschfragmenten. So führt er die Ideen der Musique Concrète und die der Musique Concrète Instrumentale in sehr eigenwilligem Sinne zusammen. Er schöpft sein Material aus den Ressourcen von auf Tonträger funktionalisierter Musik, bricht aber die Funktionalisierung auf durch eine differenzierte und komplexe Splitterung und Verschiebung, dass seine Stücke über den Charakter der gemixten Collage hinaus ein eigenes Wesen entwickeln.

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ICSTalk: Katharina Rosenberger

Dienstag, 22. Januar 2008, 19:00
Computermusik-Studio, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik
Florhofgasse 6, 8001 Zürich, 2. Etage

Die in New York lebende Schweizer Komponistin und Künstlerin Katharina Rosenberger besucht das ICST und stellt aktuelle Arbeiten vor:

Elevatoor (2003) Klanginstallation
Ein Projekt, welches über vier Monate "incognito" in einem Lift in der "School of Arts", New York, stattfand.

Room V (2007) Interaktive Klanginstallation
In einem abgetrennten Raum zeichnen zwei Videokameras die Bewegungsabläufe und Reaktionen von Besuchern auf. Die Verarbeitung der Daten mit Max/MSP und Soft/VNS ermöglicht den Teilnehmern, mit ihren Körpern Echtzeit-Klangsynthesen und Re-Spazialisationen von vorweg aufgezeichnetem akustischem Klangmaterial vorzunehmen.

Premiere am Festival Les Musiques, Galerie District, Marseille

X - suite filante (2007) Video Oper
Von Interesse für die Künstlerin sind hier verschiedene akustische Räume: Die Bühne – Performance live, Soundscape – Klangquelle für den Film, dann die Überschneidungen, was passiert “live”, was ist im Soundtrack, der Zuschauerraum – das Publikum ist plötzlich in der Position, die Architektur des Klanges selbst zu verändern (Kopfbewegungen verändern die Wahrnehmung von Sinustönen)

Katharina Rosenberger, in Zürich geboren, erhielt ihren Master in Komposition von der Royal Academy of Music, London. Seit 2001 lebt sie in New York. Dank einem "Faculty Fellowship" studiert und unterrichtet sie an der Columbia Universität.

Ein Grossteil Ihrer Arbeit ist interdisziplinär und befasst sich mit der Art und Weise wie Musik respektive Klang produziert, aufgeführt und wahrgenommen wird. Ihre Projekte entwickeln sich oft kollaborativ und stehen in Verbindung mit der bildenden Kunst, Video und dem Theater. Ihre Musik (akustischer sowie elektro-akustischer Natur) und Installationen waren zu sehen und zu hören u. a. im Chelsea Art Museum, Gallery Engine 27, The Tank and Merkin Hall in New York, Deep Listening Space, Kingston, Théâtre de Nîmes, Galerie District, Marseille, Theater Ballhaus Naunyn, Berlin, Teatro Sala Uno, Rome, Palazzina Liberty, Milan, Theater Regentes, Den Haag, Frascati, Amsterdam, Gare du Nord, Basel, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich und den Festivals Zürcher Theaterspektakel, La Bâtie – Festival de Genève, Schweiz. Tonkünstlerfest, Forum Neue Musik, Luzern, Festival für Neue Musik, Bamberg, Avignon Festival, Festival Les Musiques, Marseille, Zoo Bizzarre, Bordeaux, Media Art Festival, Yerevan, Armenien, Festival “atélier trideni plus”, Prag, Bath Festival, NYC Fringe Festival and the Spark Festival in Minnesota.

2006/07 ausgezeichnet mit dem Reid Hall Fellowship, New York and Camargo Foundation Fellowships, Cassis, France, 2007 Pro Helvetia Kompositionsauftrag und dem 2005 "Mediaprojects Award" / Projekt Sitemapping, BAK, Bern, Schweiz. Verschiedene Kompositionspreise in den UK, USA und der Schweiz. Künstlerresidenzen 2006/07 an der GMEM (Centre National de Création Musicale), Marseille, 2005 Komponist in Residenz, Orchestre de Nîmes, Nîmes, France, 2000/01 "Londoner Werkjahr" Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr, Zug, Schweiz

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ICST Musikgespräch: Luigi Archetti - Edu Haubensak - Alfred Zimmerlin: Austausch über die Grenzen Komposition, Improvisation, New Electronica-Rock

Mittwoch, 5. 12. 2007, 19:00 Uhr
Computermusik-Studio des ICST an der Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Luigi Archetti, Edu Haubensak und Alfred Zimmerlin stellen neue, unveröffentlichte Arbeiten vor und tauschen sich über Grenzen und Bezüge in Komposition, Improvisation und New Electronica aus.

Luigi Archetti (*1955) ist Komponist, Musik-Performer, Klang-Forscher und Gitarrist. Seine Tätigkeit umfasst u.a.: Klang-Installationen, Cross-Over-Projekte, diverse Musik-Projekte im Bereich Avant-Garde und experimenteller Musik (Electronica, Improvisation, Noise und Computer-Musik), Live-Film-Vertonungen, Live-Video-Performances, Auftritte mit diversen Projekten und Solo-Performances in ganz Europa, Kanada, den USA, Japan und Russland.

Edu Haubensak (*1954) studierte von 1975-79 an der Musikakademie Basel. 1984/85 Gast und Stipendiat am Istituto Svizzero di Roma. 1. Preis am Internationalen Komponistenseminar in Boswil 1984. Kompositions- und Meisterkurse bei Heinz Holliger und Klaus Huber. 1994 Werkjahr der Stadt Zürich. Einladungen an internationale Festivals für neue Musik. 2006 Zolliker Kunstpreis. Das Werkverzeichnis von Edu Haubensak umfasst vokale und instrumentale Orchester- und Kammermusik, musikszenische und radiophone Werke, sowie Konzeptkompositionen, Performances und Klanginstallationen.

Alfred Zimmerlin (*1955) studierte Musikwissenschaft und Musikethnologie, Musiktheorie und Komposition. Als improvisierender Musiker ist er in verschiedenen Formationen tätig, Konzerte und Rundfunkaufnahmen in Europa und den USA. Zimmerlins Werk umfasst bis heute gegen siebzig Kompositionen, darunter Klavierstücke, Kammermusik, Vokalmusik, Orchestermusik, Musiktheater, Arbeiten für Rundfunk und Film. Aufnahmen u.a. mit dem Trio KARL ein KARL, dem Tony Oxley Celebration Orchestra, Christoph Gallio, The Great Musaurian Songbook. Seine Kompositionen erschienen auf den Labels Jecklin Disco, RÉR, Altri Suoni und Edition Wandelweiser Records.

Weitere Infos:

www.eduhaubensak.ch
www.timescraper.de
www.luigiarchetti.com

:::::http://www.luigiarchetti.com

Piece of 4 – ein Musiktheater von Kit Powell

Präsentiert vom ICST zur Feier des 70. Geburtstags des Komponisten
Sonntag, 2. 12. 2007, 19:00 Uhr
Kleiner Saal, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich
Anschliessend Apéro

Mitwirkende:
Sephora-Maria Brägger
Gabriella Colluto
Stephanie Herzog
Sarah Kühndorf
Peter Färber (Elektronik)
Johannes Schütt (Elektronik)
Martin Neukom (Organisation)
Fredy Bohner (Organisation)

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Thank you Gerald

Abschiedskonzert mit Gerald Bennett und Freunden
Freitag, 12. Oktober 2007, 19:00 Uhr
Grosser Saal, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich
Anschliessend Apéro

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generator#10: (strøm)

Mit Gaudenz Badrutt, Synthesizer, Electronics; Christian Müller, Bassklarinette, Electronics
Freitag, 12. Oktober 2007, 22:00 Uhr
Mehrspur Music Club, Waldmannstrasse 12, 8001 Zürich

(strøm) sind eine Ansammlung von ungefähr zwei Musikern, ungefähr 60 Audiokabel, einem Rudel Bodeneffekte, dem ehrwürdigen Dr. Sherman, einem Oszillator aka i, einer Bassklarinette...., ist improvisiert und eine Idee doppelbödiger Klanggebilde, sind sehr viele, äusserst beschäftigte Elektronen, ist ein Soundtrack zu einem nie gesehenen Sci-Fi–Film und funktioniert mehrheitlich analog und handgetriggert. (strøm) hat immer wieder mal einen Brumm, überwindet leichtfüssig Frequenzstürze und chaotische Obertonansammlungen, funktioniert mit 220V und hat einen g4- und einen g3- Prozessor....

Im generator#10 erhält die Bieler Elektronik-Formation mit Gaudenz Badrutt (Synthesizer, Electronics) und Christian Müller (Bassklarinette, Electronics) die Carte Blanche.

Die kontinuierliche und langjährige Zusammenarbeit der beiden Musiker hat zu einer äusserst persönlichen musikalischen Sprache des Duos geführt. In ihren Performances spiegelt sich im Prozess der Klangsuche eine besondere musikalische Qualität wieder, die sich auch auf den zahlreichen CD Einspielungen von (strøm) zeigt. 2004 gewannen sie als erstes elektronisches Ensemble am Concours de Reding, dem Improvisationswettbewerb des Schweizerischen Tonkünstler Vereins, den ersten Preis.

Freier Eintritt
Barbetrieb ab 21.00 Uhr

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ICST Musikgespräch: Anthony Pateras - Gespräch über die aktuelle australische Experimental-Szene und eigene Musik

Dienstag, 30. 10. 2007, 19:00 Uhr
Computermusik-Studio des ICST an der Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Der australische Musiker Anthony Pateras (*1979) ist als Komponist und Interpret in klassisch-kompositorischen wie auch intuitiven künstlerischen Kontexten tätig. In seinem Werk strebt er nach einer Ausweitung der Möglichkeiten der Klangorganisation durch forschendes Ausloten von Timbre, Form und instrumentaler Umsetzung. Dabei bedient er sich eines breiten Spektrums an akustischem und elektronischem Klangmaterial. Pateras tritt regelmässig in Europa und Australien auf; als Interpret am präparierten Flügel mit dem renommierten Pateras/Baxter/Brown Trio, im Duo mit Robin Fox (Stimme und Elektronik), oder als Interpret und Dirigent seiner eigenen notierten Werke. Pateras ist Mitbegründer des elektroakustischen Sextetts Twitch, eines experimentellen Musiktheater-Kollektivs, dem einige der profiliertesten Komponisten und Interpreten der australischen Experimental-Szene angehören.

Anthony Pateras live zu hören:
Anthony Pateras - Prepared Piano
Am 31.10.2007 - 20.15 Uhr - WIM, Magnusstrasse 5, 8004 Zürich

Weitere Infos:

www.anthonypateras.com

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ICST Musikgespräch: Der Komponist Giuseppe G. Englert (1927-2007)

Dienstag, 3. 7. 2007, 19:00 – 20:30 Uhr
Computermusikstudio, Hochschule Musik und Theater Zürich, Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Es hören und diskutieren: Johannes Schütt, Jolanda Gsponer, Lucas Bennett; Gäste: Tomas Bächli, Klaus Linder, Fritz Muggler

Der am 30. 3. 2007 verstorbene Schweizer Komponist Giuseppe Englert gehörte zu den international profiliertesten Schweizer Komponisten insbesondere elektroakustischer Musik. 1927 geboren, studierte Englert Komposition und Orgel am Konservatorium Zürich. Ab 1955 nahm er an den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil. In seinen Werken ab 1960 wandte er sich vermehrt der elektronischen Musik zu; ab den siebziger Jahren verwendete er Computer und Synthesizer. Ab 1970 war er als Dozent an der Université de Paris VII tätig. In seinen Werken zeigt Englert sich als strenge strukturelle Prinzipien anwendender, dabei stets ausgetretene Pfade meidender und keinen kompositorischen „Schulen“ verpflichteter Komponist.

Die ICST Musikgespräche möchten ein Forum für die Einführung in und Diskussion über Werke und ästhetische Konzepte der zeitgenössischen und insbesondere der elektroakustischen Musik in Gegenwart und Geschichte bieten. Während jeweils ca. 90 Minuten werden in einer Gesprächsrunde Kompositionen vorgestellt, gemeinsam gehört und anschliessend diskutiert. Das ICST Musikgespräch wendet sich ausdrücklich auch an nichtspezialisierte HörerInnen.

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ICST zu Gast am Festival "Next Generation": Musik im Raum

Konzerte und Workshops, 21. – 24. Juni 2007
ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Im Jahr 2007 wird das Festival "Next Generation" zum zweiten Mal stattfinden. Nachdem das Festival 2005 mit 120 Beteiligten ein unglaublich spannender und interessanter Event geworden ist, freut sich das ZKM | Institut für Musik und Akustik anlässlich seines 10 jährigen Bestehens im Hallenbau auf eine neue Komponisten Generation.

Das diesjährige Festival wird unter dem Motto "Musik im Raum" stehen. Die jungen Komponisten werden dafür den neuen 47 kanaligen Klangdom benutzen können. Dazu werden wir den Studenten erstmals die von Chandrasekhar Ramakrishnan am ZKM programmierte Raumsteuerungs- software Zirkonium zur Verfügung stellen. Mit dieser Software können die Studenten live oder vorprogrammierte Bewegungen der Klänge im Raum einfach und intuitiv simulieren und in unterschiedlichen Lautsprecherenvironments abspielen. Die Software steuert die Verräumlichung für Kopfhörer (HRTF) oder Quad oder mehrkanalige Lautsprecherenvironments.
Dadurch könnend die Studenten oder auch Dozenten die Werke in ihren Studios vorproduzieren und schliesslich in Karlsruhe im Klangdom abspielen.

http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$5608

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ICST am SONICDAYS Festival, Fribourg

Konzerte von: Jasch, Marcus Maeder, Schurer, Steinbrüchel – COH, Fennesz, DAT Politics
Freitag, 22. Juni 2007: Konzerte
Samstag, 23. Juni 2007: Präsentation ICST
FRI-ART, Centre d'Art Contemporain, Petites-Rames 22, Fribourg

SONICDAYS ist ein Minifestival, das an zwei Tagen und zwei Orten stattfindet: Im Fri-Son und im Fri-Art. Präsentiert wird eine Palette schweizerischer und internationaler Künstler. Den Anfang am Freitag macht das ICST mit Konzerten von Jasch, Marcus Maeder, Schurer und Steinbrüchel, gefolgt vom Russen Ivan Pavlov aka COH. Das ICST präsentiert sich und seine Forschungs- und Entwicklungsprojekte am darauffolgenden Samstag; am Abend folgen Konzerte von Fennesz, ErikM, DAT Politics und Weitern im Fri-Son.

www.fri-son.ch/sonicdays
www.fri-art.ch
www.fri-son.ch

:::::http://www.fri-son.ch

Sound, Pixels and Noises: Synaesthesia

Ein Beitrag des ICST zum Videoex Festival 2007

Von audiovisueller Kunst zur Digital Culture – Filmprogramm
Mittwoch, 23. Mai, 21:00 Uhr,
Videoex Festival, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Filme von: Edgar Varèse/Iannis Xenakis/Le Corbusier, Jean-Claude Risset/Lillian Schwartz, Vasulkas, Robin Fox, Carsten Nicolai, Lia, Billy Roisz, Jasch, José Lopez Montes, Manuel Knapp, Autechre

Die aktuelle, digitale/audiovisuelle Kunst scheint mit der Steigerung der Rechenleistung von Computern ihr Ideal – das des umfänglichen synästhetischen Erlebnisses (zeitliches Zusammen-Fühlen getrennter Domänen der Wahrnehmung) – erreicht zu haben. Vieles, was mit dem Fluxus- und Videokünstler Nam June Paik als revolutionäre, technologisch neuartige Medienkunst erlebt wurde, ist heute im Mainstream der "VJ-Culture" aufgegangen und wird des öfteren als sich bewegende Tapete mit Musikern davor ironisiert. Doch gibt es auch interessante Ansätze. In den in "Sound, Pixels and Noises: Synaesthesia" präsentierten Arbeiten sind Klang und Bild gleichzeitig entwickelt, in einem Entstehungsprozess generiert. Ziel solcher Werke ist, dass in der Wahrnehmung des Publikums Bild und Ton einander bedingen, chronologische Abläufe in der Musik Bildabfolgen auf visueller Ebene entsprechen.

Uns interessieren audiovisuelle Arbeiten, welche im Zusammenhang mit elektronischer, experimenteller Musik entwickelt wurden. Denn hier tun sich wahrlich reichhaltige Bild- und Klanguniversen auf: Interessant ist vor allem, wie etwas sehr abstraktes wie elektronische Musik eine Entsprechung in einer (oftmals grafischen) Bildsprache findet und umgekehrt. Wir wollen Bezüge zu historischen, audiovisuellen Arbeiten aufzeigen, welche mit heute archaisch anmutenden Mitteln ähnliches versucht haben und wagen eine Vergleichsanordnung über mehr als 50 jahre hinweg.

Donnerstag, 24. Mai, Türöffnung 21:00, Konzert 21:30
Anschliessend DJ-Set von Schurer
Videoex Festival, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Ryoji Ikeda hat in der jüngeren elektronischen Musik und der digitalen, audiovisuellen Kunst einen klingenden Namen. Seine Arbeiten zeichnet eine ungeheure Präzision und Strenge aus, Ikeda beschäftigt sich mit dem Klang und seiner Struktur auf quasi subatomarer Ebene. In seinen Projekten erforscht der in Paris lebende Japaner die physischen Eigenschaften des Klangs, seine Kausalität in der menschlichen Wahrnehmung, als auch mathematische Dianoia als musikalische Parameter: – Zeit und Raum. Ikeda setzt Computer- und digitale Technologie insofern erschöpfend ein, als er durch "mikroskopische" Methoden in der Klangverarbeitung und -Komposition dem synthetischen Klang und seiner digitalen Struktur um Nanometer zu Leibe rückt.

Ikedas Arbeit "datamatics" von 2006 kommt nun am diesjährigen Videoex Festival zur Aufführung. "datamatics" verwendet reine Daten als Klang- und Bildquelle und stellt so eine digitale Synästhesie von Klang, Bild, Form, von Zeit und Raum her. "datamatics" ist das zweite audiovisuelle Konzert in Ikeda's "datamatics"-Reihe, einem Kunstprojekt, welches sich mit der unsichtbaren Substanz von Daten und ihrer Umsetzung in wahrnehmbare Formen beschäftigt. "datamatics" ist eine Produktion von Forma.org.uk.

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ICSTalk, Konzerte: Asmus Tietchens, Bernd Schurer, DJ Zipo

ICSTalk: Asmus Tietchens
Ein Künstlergespräch über ästhetische Strategien und kontextuelle Verortungen in der elektronischen Musik.
mit Asmus Tietchens, Till Kniola und Marcus Maeder

Mittwoch, 21. Februar 2007, 19:00
Computermusik-Studio des ICST an der Florhofgasse 6, 8001 Zürich, 2. Etage

Segmente: Konzerte von Asmus Tietchens, Bernd Schurer, DJ Zipo
Donnnerstag, 22. Februar 2007, 20:00
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich

Der Komponist und Klangkünstler Asmus Tietchens wurde 1947 in Hamburg geboren. Als Kind lernte er Musique concrète und elektronische Komposition durch das Nachtprogramm des Norddeutschen Rundfunks kennen. 1964 begann er eine Ausbildung als Reedereikaufmann und Schiffsmakler; allerdings arbeitete er anschließend nie in diesem Beruf. Statt dessen war er ab 1968 als Werbetexter tätig. Seit 1975 ist er freier Musiker; 1980 erschien sein erstes Soloalbum. Daneben gibt er Seminare in Sounddesign an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Tietchens hat vielfältigste akustische Quellen für seine musikalischen Verfahren erkundet, u.a. Wasser (Serie der Seuchengebiete, ab 1985), menschliche Stimmen (Von Mund zu Mund 1-3, 1999/2000) und manuell am Tonkopf vorbeigezogene Tonbänder (Daseinsverfehlung, 1992). Seit der Jahrtausendwende arbeitet er verstärkt mit dem Synthesizer, den er jedoch nur als reine Klangquelle für seine reduktionistisch verknappten Kompositionen nutzt (Mengen-Serie, ab 2000). – Darüber hinaus existiert bei Tietchens ein ausgeprägt musikparodistischer Ansatz, der sich u.a. in der Betitelung einzelner Stücke, aber auch in der Gestaltung ganzer Alben äußert.

Tietchens' Arbeit ist ein skeptischer Gestus zu eigen, der sich nicht zuletzt in den regelmäßigen Zitaten des Philosophen E.M. Cioran auf seinen Tonträgern zeigt. Er hat sich mehrfach in Essays zu seiner Arbeit und dem entsprechenden musikalischen Umfeld geäußert (z.B. Bekenntnisse eines ehemaligen Soundscapers, 2005).

Bislang wurde Tietchens zweimal der vom Südwestrundfunk (SWR) gestiftete Karl-Sczuka-Preis verliehen: 2003 für die Heidelberger Studien 1-6 und 2006 für Trois Dryades.

www.tietchens.de

Till Kniola ist Herausgeber und Inhaber des Musikmagazins und Klangkunstlabels „aufabwegen“. Er ist seit 2002 künstlerischer Leiter des Kulturbunkers Mühlheim in Köln und ist in sehr unterschiedlichen Kontexten als Kurator für elektronische und Neue Musik tätig. Kniola arbeitet seit 1999 mit Asmus Tietchens zusammen und hat dessen Werkmonografie mitverlegt. Er bestreitet seit 1997 Auftritte mit Geräuschcollagen als DJ Zipo.

www.aufabwegen.de

Bernd Schurer wurde 1970 in Zürich geboren. Nach einem Studium der Philosophie, Film- und Musikwissenschaften an der Universität Zürich und der Ausbildung im Bereich der Bildenden Kunst an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Luzern fokussierte er sich zunehmend auf die Arbeit mit digital erzeugten und verabeiteten Klängen. Vom Klavier herkommend, aber als weitgehender Autodidakt im Bereich der Musik und Computerwissenschaften, arbeitet er hauptsächlich als freier Komponist im Feld der zeitgenössischen Elekroakustischen- und der Computermusik. Neben eigenen kompositorischen Arbeiten und Tonträgerveröffentlichungen sind Bühnenmusiken und Filmmusik entstanden, sowie interdisziplinäre und kollaborative Arbeiten im Feld der Kunst und Medieninstallation, welche auch im internationalen Kontext Beachtung fanden. Schurer betreibt seit 1998 zusammen mit Marcus Maeder das Musiklabel domizil.

http://www.domizil.ch/schurer