Schacher, Jan C. et al.
Schacher, Jan C.
Bisig, Daniel; Neukom, Martin
Mathias Oechslin, Martin Neukom, Gerald Bennett
Bisig, Daniel; Neukom, Martin; Flury, John
Bisig, Daniel; Neukom, Martin; Flury, John
Unemi, Tatsuo; Bisig, Daniel
Schiesser, Sébastien; Traube, Caroline
Bisig, Daniel; Unemi, Tatsuo
Flury, John; Bisig, Daniel
Nun ist es soweit, das Institute for Computer Music and Sound Technology wird offiziell eröffnet, und wir möchten Sie ganz herzlich zu unseren Eröffnungsveranstaltungen einladen. Der Begriff Computermusik hat sich in den letzten Jahren mit der massiven Verbreitung des alltäglichen Arbeits- und Musikinstruments Computer radikal gewandelt. Wir möchten Ihnen einen Überblick über das Schaffen und Denken einer Musik – aber auch über die vielfältigen Kontexte, in denen sie sich entfaltet – verschaffen. Eine Musik, welche überraschend, andersartig, neu und doch vertraut klingt und so eine künstlerische Synonymie für unser Denken, Fühlen und Sprechen, für unsere Interaktion mit der Welt überhaupt, herstellt.
Achim Szepanski, Initiant des Musiklabels «Mille Plateaux» – beeinflusst vom gleichnamigen Buch von Gilles Deleuze und Félix Guattari – sprach von «Deterritorialisierungsströmen», welche die synthetische, digitale Musik hervorbringt. Damit meinte er das Potential, welches in der musikalischen Arbeit mit dem Computer und des so entstehenden, musikalischen Ereignisses liegt. Dieses Potential kann Prozesse in Gang setzen, welche Hörgewohnheiten auflösen und eingefahrene Produktions- wie Wahrnehmungsweisen von Musik hinterfragen, also gewohnte Territorien verlassen und neue erschliessen, sich im Neuen re-territorialisieren.
Unsere Veranstaltungen stellen eine unvollständige Übersicht dar, sie sind eine Bestandesaufnahme in progress. Sie sollen einen Ausgangspunkt definieren, von welchem aus wir eine künstlerische Topografie und ihre technologischen Bedingungen entwerfen und erschliessen wollen. Dass Computermusik wie Sound Technology als Arbeitsfelder historischen Hintergrund haben, wollen wir dabei nicht ausser Acht lassen, vor allem in Bezug auf eine Dokumentation der Geschichte wie der Gegenwart unserer Erkundungen.
Ich hoffe nun, dass Ihnen die vorliegende Gebrauchsanleitung von Nutzen sein wird, Ihre Neugierde weckt, Ihrer Offenheit begegnet. Im Namen der Hochschule Musik und Theater Zürich wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!